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Kalo Kaag

Nepal-Promotion

Nach dem größen Erdbeben in Nepal ist die Idee mit dem Blog entstanden, weil ich meine Erfahrungen, Erlebnisse und Gedanken in die Welt hinaustragen möchte.

This blog was started after the great earthquake in Nepal with the thought to share the experiences and thoughts with the wider world.

Dashain

German Posted on Wed, October 28, 2015 04:07:36

Dashain ist das groesste Fest in dem nepalesischen Kultur.
Es wird in dem Monat Oktober gefeiert. Diese ist die schoenste Jahreszeit
Nepals. Dieses Fest hat eine groesse Bedeutung als ein Familienfest in Nepal.
Die ganze Familie kommt zusammen und bekommt Segen und Glueckwuensche von
Einander.

Dashain hat eine sehr schoene Bedeutung im Hinduismus. Es
ist als ein Tag gefeiert in dem Gute uber das Boese besiegt hat. Dieses Fest
gilt als ein Symbol dafuer, dass in dieser Welt immer das Gute eine glueckliche
Ende hat. An diesem Tag hat Sakti, die Goettin einen Sieg ueber die Daemonen
bekommen.

Dashain hat auch eine sehr grosse persoenliche Bedeutung in
meinem Leben. Dieses Fest hat eine Assoziation in meinem Leben mit Farben,
Lachen, Familie, Zusammenheit, neue Kleider, Kinder, Froehlichkeit, Segen,
Fotos usw. Mit 7 kam ich in einem Internat in der Hauptstadt und habe meinen
Eltern und meine Familie zweimal im Jahr gesehen. Zu diesem Fest nach 8 langen
Monaten im Internat duerfte ich nach Hause, nach Dschanakpur zu meinen Eltern.
Auch zu diesem Fest bekam ich ein Paar neuer Kleider im Jahr. Das Schoenste
war, dass die ganze Familie und Freundschaft kamen zu diesem Fest zusammen.

Nach dem Internat bin ich nach Deutschland gereist, um dort
zu studieren. Seit 2002 habe ich deshalb dieses Fest nicht geschafft zu Hause
zu feiern. Dieses Mal nach 13 Jahren feiere ich es mit meiner Familie.

Aber die Zeit hat sich geaendert, wir haben uns weiter
entwickelt. Es ist schliesslich nicht mehr wie es mal war. Aber die Nostalgie
bleibt.

Heute hat es sich sehr viel geaendert. Das Herz schlaegt
fuer dieses Fest nicht mehr wie frueher. Obwohl ich dieses Fest nach 14 Jahren
mit meiner Familie feiere, habe ich das Gefuehl, dass es nicht mehr so ist wie
es mal war. Aber ist es nicht eine Art die Natur von uns Menschen, dass wir nie
zufrieden sind?

Auch Indien traegt viel zu diesem Gefuehl bei. Seit 4 Wochen
hat Indien eine Art inoffizieller Blockade an den Grenzen errichtet. Das
bedeutet, dass wie in Nepal seit Wochen keinen Zugang zu den normalen und
einfachen Sachen wie Benzin, Gase zum Kochen, Salz usw. haben.

In was fuer eine Welt leben wir hier denn? Menschen
versuchen demnaechst zum Mars zu fliegen und wir hier in der unterentwickelten
Laender haben kaum einen Zugang zu einfachen Sachen im Leben.

Aber ich bin jedes Mal sehr von den Nepalesen ueberrascht.
Wie viel Geduld in uns steckt. Anderseits denke ich, dass wir als Volk auch
sehr zufrieden sind. Der Trieb in uns ist das Leben zu geniessen, wobei der
Trieb des Lebens in der westlichen Welt ist zu erreichen. Dieser Trieb der
westlichen Welt bringt uns wohl in einem materiellen Wohlstand, aber bringt es
uns auch in einem Ausgleich im Leben?

Gestern haben wir und von dem Fest verabschiedet. Wir haben dadurch
versucht das Boese in uns durch das Gute
zu besiegen.



Blockade aus Indien

German Posted on Thu, October 08, 2015 06:20:30

Es sind ungefaehr 2 Wochen vorbei, dass Indien eine
inoffizielle Blockade in Nepal errichtet hat. Nach dem das Land nach ca. 10
Jahren eine Verfassung bekommen hat, ist Indien damit nicht zufrieden. Indien
hat bisher immer versucht in dieser Region als grosser Bruder zu agieren. Mit
Macht kommt aber auch eine Verantwortung. Aber diese Tatsache scheint unseren
grossen Nachbar nicht zu interessieren.

Die neue Verfassung hat Nepal bisher in 7 verschiedene
Bundeslaender eingeteilt. Wir sind jetzt offiziell Bundesrepublik Nepal, aber
inoffiziell moechte Indien in langer Sicht uns eingreifen.

Geographisch sind wir von Indien in alle 3
Himmelsrichtungen-Ost, West und Sued umgeben. Historisch gesehen hat Nepal
immer eine besondere Beziehung mit Indien gehabt. Das heutige Indien hat eine
Unahbaengigkeitsgeschichte erst seit 70 Jahren, wobei Nepal immer ein
unabhaengiges Land war. Auch als Indien eine Kolonie der britischen Grossmacht
war, war Nepal ein unabhaegiges Land. Deshalb ist uns Nepali unsere
Nationalitaet sehr wichtig.

Es ist immer das Selbe. Es ist ein Fluch arm zu sein. Wir
sind arm, deshalb sind wir von unserem grossen Nachbar abhaengig. Und genau
diese Karte moechte Indien spielen, um uns nieder zu zeigen.

Kann man es in der heutigen Welt vorstellen, dass ein
Binnenland keinen Zugang zu seinem Einfuehr bekommt, weil das maechtige
Nachbarland nicht mit der politischen Einstellung des schwachen Landes
einverstanden ist?

Wir haben seit 2 Wochen keinen Zugang zu Benzin um
Bewegungsmittel zu nutzen, keine Gase um zu kochen, einfach keinen Import um
tagtaegliche Sache zu bekommen. Es ist als ob Schweiz von den Nachbarnlaender
abgetrennt wird.

Anderseits denke ich, dass diese Blockade auch eine gute
Prespektive zeigt, dass wir Nepali nicht so abhaengig von Indien sein sollten.
Wir sollten Alternativen in unserem eigenen Land schaffen.

Um die aktuelle Lage darzustellen moechte ich einfach die
Lage meiner Familie darstellen. Ich fahre gerne Fahrrad, deshalb hat
Benzinproblematik mich direkt nicht betroffen, aber die anderen in meiner
Familie, Verwandten und Bekannten hat es direkt betroffen. Man hat keine
Bewegungsmittel. Das heisst, dass man nicht in der Lage ist zur Arbeit zu
fahren oder einfach von einem Ort sich zu dem anderen Ort zu bewegen. Essen ist
zu Hause rationiert, weil wir keine Gase zum Kochen zur Verfuegung haben.
Indirekt hat es eine groesse Wirkung an Tourismus, Industrie und legt das
gesamte Land lahm. Ein deutscher Freund von mir, Carl-Heinz, der vor langen
Zeit als ein Entwicklungshelfer fuer Nepal unter GTZ Projekte hier gearbeitet
hat, wollte jetzt nach dem Erdbeben in April hier in Nepal kommen und zusammen
wollten wir nach Dhading reisen, um dort noch benoetigte Hilfe zu leisten. Er
waere gestern hier gelandet, aber wegen dieser Blockade musste er seinen Flug
stornieren.

Der suedliche Teil Nepals hat eine ca. 800km lange offene
Grenze zu Indien. Die Politiker in diesen Regionen sind mit der neuen
Verfassung nicht einverstanden. Aber das heisst doch nicht, dass diese
Politiker eine Hilfe im Ausland suchen. Wenn man sich als ein Nepalese sieht,
dann sollte man zunaechst eine Loesung in dem Land suchen und nicht zu dem Nachbarland
rennen.

Die unzufiredene Politiker des flachen Teil des Landes-
Terai befinden sich innerhalb der Grenze Indiens. Die Riots befinden sich in
der indischen Grenzen. Heute gab es noch die Fotos, dass die Demonstranten
Steine aus der indischen Grenze an nepalesischen Polizisten geschossen haben
und die indische Polizeibeamten die ganze Aktion noch als Schaulustige
anschaut. Wenn Indien es nicht unterstuetzt, dann sollte die Weltmacht es
zeigen, dass er serioes in dieser Angelegenheit ist.

Wenn die Bayern ein Problem mit dem zentralen Politiker
haben, rennen die doch nicht zu den Schweizern oder die Schweizer versuchen es
doch nicht zu unterstuetzen. Sondern man versucht gemeinsam eine Loesung zu
finden. Indien stellt es so dar, dass die Grenze Indiens- das Bundesland Bihar
eine kulturelle Beziehung und Solidaritaet mit der Bevoelkerung des flachen
Land Nepals- das Terai besitzt. Aber das heisst doch laengst nicht, dass Indien
in die Politik seines Nachbarlandes direkt einmischt.

Es ist doch auch nicht anders z.B. in Deutschland. Die
Menschen aus Bayern und die Schweizer haben auch eine kulturelle Beziehung.
Menschen an der Grenze leben und arbeiten in den benachbarten Laender. Auch Mit
den Franzoesen haben die Deutschen an der Grenze aehnliche Beziehungen. Aber
das heisst doch laengst nicht, dass Frankreich oder die Schweiz sich in dem
Innenpolitik Deutschlands einmischt.

Wir Nepalesen sind sehr einfache Bevoelkerung. Das ist in
der gesamten Welt bekannt. Wir lieben Frieden. Wir moechten in Frieden leben
und moechten auch in Ruhe gelassen werden. Wir wuerden es sehr mit Herzen
willkommen heissen, wenn Indien in seiner Diplomatie bleibt und nicht seine
Nase in unsere Politik einsteckt.

Zuletzt ist es auch zu denken, warum Indien auch Probleme
mit allen seinen Nachbarlaender hat? Es gibt kein einziges Land in seiner
Nachbarschaft, die eine harmonische Beziehung mit Indien teilt. Sei es
Pakistan, China, Bangladesh, Srilanka und schliesslich auch Nepal. Indien hat
bisher mit jedem direkten oder indirekten Krieg gefuehrt. Jeder sollte diese einfache Wahrheit
analysieren.



Hari Prasad Sharma

German Posted on Wed, October 07, 2015 13:50:09

Kunst hat keine Grenzen. Kunst erkennt keine Rasse. Kunst
macht keinen Unterschied unter uns Menschen.

Am Montag war ich in der staatlichen Gallerie um eine
Malereiausstellung anzuschauen. Hari Prasad Sharma heisst der Kuenstler und ist
79 Jahre alt. Er kommt aus der Bahun-Caste, der Priester-kaste. Normalerweise
kommen die Kuenstler in Nepal und besonders in der Hauptstadt aus der
Newar-kaste. Als ich ueber die Ausstellung in der Zeitschrift gelesen habe, hat
der Name mich sehr angezogen. Ich kenne bisher keinen einzigen Maler in Nepal,
der nicht aus der Newar-Kaste kommt.

Eingeladen habe ich zu der Ausstellung auch Susmita,
mittlerweile eine gute Freundin, weil sie selbst aus einer Newarfamilie stammt
und die Ausstellung hat ihren Schwerpunkt ueber die Newar-Traditionen in der
Hauptstadt.

Die Ausstellung war wegen des Indienstreiks sehr wenig
besucht, was einen sehr guten Zufall fuer mich erwiesen hatte, weil ich mit dem
Herrn Sharma noch ueber sein kuensterliches Leben unterhalten konnte.

Er selbst ist in dem Teil der Hauptstadt aufgewachsen, der
sehr dicht von den Newars noch besiedelt ist. Hierdurch kam es noch die
Interesse an der Malerei. Er wuchs in diesem kuensterlichen Milieu auf und hat
sich von dem inspirieren lassen. Kein Wunder, dass das wichtigste Motiv in
seinen Stuecken die Newari-traditionen zeigen.

Angefangen hat er mit Wasserfarben und seit ca. 25 Jahren
ist er noch in Oelfarben umgestiegen. Das zweite Hauptmotiv in seiner Bilder
sind Geschichten. Sein Sohn, der auch noch mit dabei war, sagte, dass die
beiden noch sehr viel recherchieren bevor es angefangen wird ein Bild zu malen,
weil es wenige Anhaltspunkte der nepalesischen Gesichchte gibt.

Zusaetlich habe ich ihn gefragt, ob es noch Momente auch
beim Malen gibt, wie es bei mir beim Schreiben ist, dass man einfach einen
Schreibfluss hat, wenn es einem irrgendwie gut geht. Darauf nict er sein Kopf,
in dem einen nepalesischen Hut der wie einen Gipfel aussieht steht. Sein
Gesicht sieht sehr serioes aus aber er ist ein unheimlicher netter Kerl. Nach
dieser Frage, stellt er mich auch eine Gegenfrage, was ich mache. Ich antworte
dass ich einen Arzt bin und jetzt ein Jahr ausgesetzt habe, um meine Heimat
noch mehr kennezulernen und kleine Hilfe noch zu leisten. Dabei kann ich einen
kleinen Funk in seinem Augen sehen.

Ich hatte noch unheimlich viele Fragen. Aber da er sehr
muede war, habe ich ihn 3 letzte Fragen noch gestellt.

Warum hat er sich noch fuer die nepalesischen Geschichte so
sehr interessiert? Newar-Kultur konnte man noch verstehen, weil er noch in
diesem Kultur aufgewachsen war, aber warum Geschichte und nicht z.B.
Landschaften? Warum waren manche seine Bilder verkaeuflich und manche nicht?
Was ist sein Lieblingsbild?

Nepalesische Geschichte, weil er gedacht hat, dass es wenige
Bilder in der nepalesischen Kunstgeschichte gibt, die die Geschichte des Landes
zeigen. Er hat einige Stuecke noch nicht verkaeuflich gestellt, weil nach
seiner Meinung, die der Schatz des Landes darstellt. Irrgendwann will er, dass
diese Stuecke in die Sicherheit kommen, wie in einem Museum. Zur meinen letzten
Frage antwortet er, dass er alle bilder mag. Es sind wie seine eigene Kinder.
Dann habe ich ihn eine Gegenfrage gestellt. Wen nein Feuer ausbricht, welches
Bild wurde er mitnehmen und losrennen. Darauf antwortet er, dass es 2 Bilder
gibt: Erstens, das die Hochzeitszeremonie von dem tibetanischen Kaiser Tronsong
Gompo mit der nepalesischen Prinzessin zeigt und zweitens, das die letzte
Lehrer von dem grossten und erfolgreichen Koenig des Landes Pritihivi Narayan
Shah, der das Land vor 300 Jahren zusammen gefuegt hat.

Mein Lieblingsbild war das in dem die Eroberung des
Kathmandutals von dem Koenig Prithivi mit seinen Soldaten an der Vollmondnacht
waehrend des Indrajatras zeigt. Es kam mir so vor als ob in dieser Nacht dabei
gewesen bin und aus einem Fenster die ganze Geschichte lebendig angeschaut
habe. Er hat naehmlich mit den Farben so gut gespielt.

Seine Bilder kann ich leider nicht kaufen, nicht nur weil
sie so teuer sind, sondern auch weil ich solche Sachen nicht besitzen will.
Meine Meinung nach gehoeren diese Schaetze in dem Landesmuseum. Ich habe aber
fuer meine Eltern zwei nachgemachte Fotos seiner Bilder gekauft, was ich
einrahmen werde und in dem wohnzimmer des Elternhauses stellten werde.



Waisenhaus

German Posted on Sun, October 04, 2015 20:12:29

Ich habe mich immer wieder gefragt gehabt, was die
eigentliche Bedeutung unseres Lebens ist. Nie habe ich die richtige Antwort
dazu bekommen. Manchmal denke ich, dass ich sehr nach dran war, aber nie die
richtige gefunden habe. Heute denke ich, dass es keine richtige Antwort dieser
Frage gibt. Wir alle definieren und interpretieren die Antwort, wie wire s
wuenschen und denken. Und immer wieder muss ich an meiner Oma denken, die immer
gesagt hat, dass das Leben dafuer ist, um sich an den Aermeren zu widmen. Sie
hat es nicht nur gesagt, sondern es auch jeden Tag bis zum Ende ihres Lebens
praktiziert.

Ich bin sehr priviligiert, dass ich in Deutschland studieren
und arbeiten duerfte, obwohl ich aus der dritten Welt komme. Ich habe
natuerlich sehr hart dafuer gearbeitet. Aber ich denke, dass man seine Wuerzeln
nicht vergessen soll und hierfuer was zurueck geben soll.

Essen, schlafen, Zuhause, Familie, Zuneigung und Liebe ist
was wir Menschen im Leben unbedingt brauchen. Ich bin sehr gluecklich, dass ich
diese Sicherheit und Zuneigung im Leben habe. Aber den knur daran, an die
Kinder, die diese Notwendigkeit in ihrem Leben nicht besitzen oder davon fern
sind.

Dies bringt mich zu diesem Waisenhaus heute. Vor paar Tagen
habe ich in meinem Blog von einer kleinen Wohltaetigkeitsorganisation erwaehnt
gehabt. Diese heisst ‘Karmanya’. Ueber die Freundin meines juengsten Brueders
war in einer Kulturabend gewesen. An diesem Abend wurde noch durch das Programm
noch Gelder fuer dieses Waisenhaus und ein krankes Kind gesammelt.

Ich habe mich zuerst bei dem Direktor dieses Waisenhauses
bekannt gemacht. Er erzaehlt, dass er aus Okhaldhunga kommt. Er war dort ein
Lehrer und hat kleine Kinder noch unterrichtet. Er hat immer die Schwachen
geholfen und wollte immer die Waisenkinder noch helfen.

Es ist sehr ironisch, dass es mehr ungeachtete Kinder und
Strassenkinder in einer grossen Stadt wie Kathmandu gibt, als in den kleinen
Doerfer. Ich persoenlich denke, dass es an die Anonymitaet der groessen Staedte
liegt. Natuerlich auch an dem aermeren System dieses Landes.

Er hat diese schoene Stube vor 7 jahren gegruendet. Es ist
ein Block von kleinen Raeumen. Insgesamt waren es 8 Raeume, die mit Alublech
bedeck sind. Ein raum funktioniert als Buero. Vor diesen Raeumen ist ein
kleines Feld. Die Raeumen und das Feld sind sehr sauber gehalten. Insgesamt sin
des 4 Koepfe, die hier arbeiten. Sie kuemmern sich an den Kindern. Die Kindern
gehen zu verschiedene Schulen in der Umgebung, je nach welcher Schule noch
Stipendium gibt.

Ich werde noch neugierig. Dieses Stueck Land ist noch
gemietet. Die Miete betraegt ca. 10.000 Rupien, umgerechnet 100 Euro, was fuer
die Lage eine sehr niedrige Summe ist. Es ist naehmlich eine Hilfe von einem
hilfsbereit Menschen. Herr Gurung, der Direktor, erzaehlt weiter, dass die
gesamte Mannschaft 15/16 Saecke Reis pro Monat braucht. 10 Saecke kommen aus
verschiedenen Quellen und ungefaehr 5/6 muss er selbst organisieren. Neben des
Waisenhauses ist ein groesser Gemuesemarkt. Die Verkaeufer dieses Marktes
versorgen das Waisenhaus mit Gemuese. Ich frage den Direktor, ,wenn ich Ihnen
bitte ein einziges Problem zu erwaehnen, was das Waisenhaus fehlt. Er sagt,
dass die meiste Schwierigkeit und Sorge ihn noch die Ausbildung der Kinder
zubereitet.

Ich werde noch neugieriger. Ich frage, ob ich noch paar
Fotos fuer meinen Blog schiessen kann. Ich gehe zu einem der Zimmer. In diesem
Zimmer sind 2 Doppelbett an 2 Waender des Zimmers gerichtet. 5 Maedchen spielen
in diesem Zimmer. Geschaetzt sind die zwichen 5 und 12. Ich frage, ob ich ein
Foto schiessen darf. Gleich stehen alle 5 Maedels in einer Fotopose. Dann
ringen sie sich um den Kamera und schauen an den Bildern. Ich verspreche, dass
ich die Girlies noch die Bilder ausdruecken werde und mitbringen werde.

Dann gehe ich in dem Zimmer gleich nebenan. Das Zimmer ist
genauso klein und gleich gerichtet wie das vorherige Zimmer. Es ist aber sehr
sauber gehalten, wie das vorheriger. Hier sind auch 2 Doppelbetten. 2 Jungs
spielen an einem Bett. Der vierte sitzt an einem Hochbett und lernt. Die drei
kommen mir bisschen pfiffig vor. Der 4. ist aber sehr ruhig. Auch hier schiesse
ich ein Bild. Ich frage die Kinder, wie die Pruefung heute gelaufen ist. Die
alle antworten gleich-gut…

Das 4. Kind auf dem Hochbett antwortet nicht und guckt mich
nur mit seinen schoenen groessen Augen. Ich versuche ihm mit ins Gespraech zu
fuehren. Es hat eine Narbe an seinem oberen Lippe. Er hat bestimmt einen
Lippen-Gaumen-Spalt als Kind und wurde operiert. Ich frage ihn, wann er
operiert wurde. Ich denke eine Sekunde danach, was fuer eine dumme Frage. Er
antwortet nicht und guckt mich nur mit seinen schoenen groessen dunklen Augen.
Ich reagiere sofort und sage:” Weist du, dass ich einen Arzt bin, deshalb
faellt mir so was sofort auf…” Langsam antwortet er mir, dass er sich daran
nichts errinern kann und gibt dieses unglaublichen Laechlen.

Bevor ich dieses Zimmer verlasse, frage ich die Jungs, was
die spaeter werden wollen? Der eine antwortet ein Arzt und der andere ein
Pilot. So ironisch, dass ich einen Arzt bin und mein juengster Brueder, der den
Link fuer mich zu diesem Waisenhaus ist, ist ein Pilot.

Ich denke bevor ich das Waisenhaus verlasse, dass ich den
aeltesten, der bald mit seiner 10. Klasse fertig sein wird noch weiter
unterstuetzen. Ich kann nicht jeden helfen, aber ich kann mit einem anfangen.

Auch eine Idee bekomme ich in diesen Moment. Ich kann ja
meine Freunde und Bekannten in Deutschland auch durch meinen Blog bekannt
machen, dass die Patenschaft fuer Kinder annehmen koennen. Mindestens haben Sie
durch mich noch einen Bezug dazu.



Sundarijal

German Posted on Sat, October 03, 2015 16:29:46

Heute ist wieder Samstag. Seit 4 Samstag gehe ich Samstags
den ganzen Tag Fahrrad fahren. Auf diesem Tag warte ich jede Woche sehr
sehnsuechtig. Auf diesem Weg endecke ich jeden Samstag neue Mountainbikewege um
Kathmandu. Vielleicht eines Tages kann ich die Mountainbikeliebhaber ein
Travelguide schreiben.

Ripu, mein Kumpel aus der Schulzeit, mit dem war ich 12
Jahre im Internat zusammen. Heute habe ich in Nepal mit ihm die schoenste und
beste Beziehung als Kumpel. Ripu hat sehr viel in seinem Leben erlebt. Er hat
es hautnah erlebt, wie es ist, den einzigen Traum im Leben nicht zu bekommen,
was man als ein kleines Kind immer getraeumt hat. Er hat die Tiefen und die
Hoehen des Lebens sehr gut erlebt und gesehen.

Dieser Samstag gehe ich zum ersten Mal, seit dem ich hier in
Nepal wieder bin, mit Ripu wieder Fahrrad fahren. Die letzte Samstage war ich
mit den anderen Freunden unterwegs. Ripu`s 10 jaehriger Sohn-Rajnish,
Nisha-Ripu`s gute Bekanntin, 2 Freundinnen von Ripu aus Australien und einen
Cousin-Ghale bhai waren auch dieses Mal mit dabei.

Zusammen sind wir aus Thamel-der touristische Freakstreet
von Kathmandu gestartet. Neelam, die eine australische Freundin von Ripu ist eine
gebuertige Inderin, die aber in den Niederlanden geboren ist und in Australien
lebt. Sie wollte unbedingt Pashupatinath, der beruehmte Tempel von Shiva in
Kathmandu, besuchen. Die Anderen habe ich meine bekannte Freundin, das blinde
Maedchen-Manita Tamang bekannt gemacht.

Nach dem guten Fruehstueck sind wir mit dem eigentlichen
Tour gestartet. Wir wollen heute nicht so lange radeln, da die beiden Maedchen
nicht mit dem Radfahren so vertraut sind.

Ueber Guzeschwari und Dschorpati sind wir nach Gokarna
gekommen. Dort haben wir eine Trinkpause gestaltet. Man sieht die Newarikultur
ueberall in der Umgebung von Kathmandu.

Sundarijal ist der Ort wo wir heute hin wollen. Dort ist der
Ursprung des Flusses Bagmati, der durch die Stadt Kathmandu fliesst. Hier ist
der Fluss so sauber und klar. Aber durch die Stadt fliesst gefuehlt einen
anderen Fluss, der sehr dreckig ist. Und das Wasser ist kalt wie ein Eis
gewesen. Aber es war das richtige fuer den waermeren Tag wie heute.

Ueber das Fahrradfahren schreibe ich nicht so viel, weil es
heute ganz normal war. Es waren paar Pfad mit Offroad tracks.

Aber die Mittagspause am Wasser war das Tageshighlight.

Ich habe mich sehr gefreut, dass Ripu`s Sohn noch mit war.
Er war der beste Fahrrer zwischen uns und er ist gerade mal 10 Jahre alt. Ich
habe Ripu kennengelernt, als er 8 Jahre alt war. Es ist ein unglaubliches
Gefuehl der Sohn eines alten freundes noch zu sehen. So alt konnte mein Sohn
sein, wenn ich geheiratet haette.

Das schoenste Gefuehl nach dem Tag ist, dass man sich so leichter
fuehlt. Wieder einen Tag im Leben voller neuen Erfahrungen und voller Freude.



Indrajatra 2

German Posted on Fri, October 02, 2015 19:05:54

Gestern war der letzter Tag vom “Indrajatra”- das groesste
Fest unter dem urspruenglichen Einwohner des Kathmandutals- “Die Newars”. Angefangen hatte das Fest am letzten Freitag,
wo die Saeule namens “Indra” gerichtet wurde. Am letzten Sonntag hat man den
Umzug mit “Kumari”- die lebende Goettin durch die Stadt gestaltet. Gestern an
dem letzten Tag wurde noch mal einen groessen Umzug durch den groessen Teil der
Stadt gezogen.

Die Mythen des Hinduismus nach glaubt man, dass “Indra”der
Regengott an diesem Tag erwischt wurde, dass er ein Blumen in der Hauptstadt
geklaut hatte. Die Einwohner haben ihn festgehalten und spaeter wurde er
befreit. Um diese Geschichte zu ehren haben die Menschen dann dieses Fest
gefeiert.

Wenn man aber die Geschichte nach recherchiert, dann wird es
so dargestellt, dass der Koenig Gunakamadev hat diese schoene Tradition im 10.
Jahrhundert gegruendet, weil er die Errichtung der Stadt feiern wollte. Dazu
kam noch die Kumariprozession seit dem 18. Jahrhundert. Diese Tradition wurde
von dem Mallakoenig, Jaya Prakash Malla angefangen.

Auf jeden Fall symbolisiert diese Tradition eine
Zusammenheit der Bevoelkerung von der Hauptstadt.

Auch der Gruender des heutigen Nepals, der Vorvater des
letzten Koenigs, Koenig Prithivi Narayan Shah hat die Hauptstadt waeherend
dieses Fest ohne ein Tropfen Blut erobert gehabt.

Ich wurde von der Dame, mittlerweile, eine gute Bekanntin
von mir, Susmita, eingeladen. Seit vier Jahren ziehen die Frauen das Chariot
von Kumari, was aber frueher nur durch die Maenner gezogen wurde.

Ich habe zuerst schoene Momente mit Susmita bevor alles
anfing. Langsam haben sich aber Tausende von den Menschen innerhalb kurzer zeit
auf dem Palast Square angesammelt.

Als man mit Kumari`s chariot angefangen hatte, hatte ich
einen Moment einen schoenen Blickkontakt mit dem Kumari hatte. Ich hatte ein
Ecke gefunden, das hoeher war aber kein einziger Mensch darauf stand. Die
Kumari sah unheimlich huebsch aus. Sie waere vielleciht gerade mal 6 Jahre alt.
Fuer die Menschen/Nepalesen ist sie eine lebende Goettin. Ich denke, sie ist
eine normale Person wie ich. Nun kann ich gar nicht von dem Gedanken los
werden, was dieses kleine Maedchen denkt, als sie diese unheimlich grosse Masse
sieht? Und vor Allem, dass diese Menschen alle vor ihr mit diesem goettlichen
Respekt niederknien.

Aber ich liebe diese Tradition. Es ist einfach ein Teil von
mir, ein wichtigster sogar.

Susmita war sehr beschaeftigt das Chariot zu ziehen. Fuer
sie ist es eine grosse Ehre als ein Newari-Maedchen da einen wichtigen Teil zu
sein und das Chariot von Kumari ziehen zu duerfen. Sie liebt diesen Ruhm. Ich denke
manchmal, dass sie in einem gesunden Mass suechtig danach ist.

Das schoenste an diesem Fest ist, dass laute und schrille
Musik ueberall gespielt wird. Es ist bunt und laut. Und hier fuehle ich mich,
dass ich zu Hause in meinem Kultur bin. In diesem Moment bin ich komplett
zufrieden und ich erreiche meine innere Frieden. So ironisch, es sind hundert
Tausende Menschen um mich, die schreien. Laute Musik wird ueberall gespielt. Aber
ich befinde mich in einem Ausgleich. Diese innere Ruhe bekomme ich in dem
schrillsten und lautesten Karneval meines Landes.

Ich habe in der letzten Zeit gelernt, im Leben die Momente
zu erleben, durchzufeiern, das Glueck daraus zu ziehen. Eben sitze ich an einem
Ecke und beobachte diese einfache Menschen um mich herum. Man braucht kein
Geld, keine Karriere um gluecklich zu werden. Sondern man braucht seine
Wuerzeln, seine Mitmenschen, einen Boden, worauf man sich sicher fuehlt. Man
braucht seine Umgebung.



Manita Pandey Tamang 2

German Posted on Wed, September 30, 2015 16:46:10

Endlich habe ich es geschafft, Manita, das blinde Maedchen
am Dienstag einen nepalesischen Trommel zu verschenken. Ich habe am Montag den
Trommel holen koennen. Der Laden im Thamel hat auch einen guten Preis
vorgeschlagen. Ich bedanke mich sehr herzlich bei dem Ladenbesitzer.

Am dienstag frueh bin ich mit meinem jungeren Bruder und
eine Tasche voller Medikamenten richtung Pashupatinath aufgebrochen.

In der Tasche habe ich noch Medis eingepackt, um ein
Leprapatient zu helfen. Ich habe einen Tag vorher einen Mann voller Wunde in
allen Extremitaeten gesichtet gehabt.

Leider habe ich den Mensch nicht getroffen. Ich haette noch
gestern gleich ihn versorgen sollen. Das haette ich wohl nicht geschafft, weil
ich keine Adaptic-wundkompressen zu Hause besass und die zuerst kaufen musste.

Ich werde aber nicht aufgeben. Jeden Tag werde ich auf der
Suche nach ihm gehen und werde bestimmt eines Tages ihn finden. Ich glaube
naehmlich an das Gute in dem Leben.

Der nepalesischer Trommel hat natuerlich ein Laecheln bei
dem blinden Maedchen zubereitet. Ich habe wieder daran denken muessen, wie
einfach dieses Maedchen ihren Schicksaal akzeptiert hat und sich damit
abgefunden hat.

Langsam und Tag pro Tag oeffnet sich wohl dieses Maedchen.
Sie hat mal als Dienerin in einem Haus in der Hauptstadt gewohnt und
gearbeitet. Ihr urspruengliche Zuhause ist in Nuwakot. Nuwakot ist auch ein
benachbarter District Kathmandus. Auf der Suche nach einem besseren Leben kam
sie nach der Hauptstadt. Bestimmt war ein Neuger auch dabei.

Als sie in dem Haus arbeitete, hat sie ihren Mann
kennengelernt. Mitlerweile ist sie schon seit paar Jahren verheiratet.

Dieser Mensch hat natuerlich sehr viel gesehen und erlebt,
was ich bestimmt mir nie vorstellen kann. Ich kann nicht die Gedanken dieses
Maedchen noch vorstellen.

Dann erzaehlt sie mir noch weiter, dass sie mit 15/16 noch
drogenabhaengig war und noch einer Suchtklinik besucht hat. Das Kosten der
Klinik hat noch die Familie zusammen gebracht. Diese hat einen Wendepunkt in
ihrem Leben geschafft. Ich denke wieder, was diese arme Seele noch im Leben
bisher durchgemacht hat?

Jetzt sitze ich taeglich an dem Strassenrand auf dem
Pashupatinath mit dem Maedchen und ihrem Bruder zusammen und trinke eine Tasse
Tee. Es ist momentan in meinem Leben wie ein Ritual geworden.

Bevor ich noch gegangen bin, hat sie mir noch gefluestert,
dass sie eines Tages, in einer naehen Zukunft gerne eine Mutter werden will.
Dafuer hat sie bisher sehr viele Tempeln besucht und es von den Goettern
gewuenscht.

Ich hoffe, dass ich an diesem Tag dieses Maedchen noch
bisschen Laecheln und Freude zubereiten konnte.



Sanktionen aus Indien

German Posted on Wed, September 30, 2015 12:08:34

In welcher Jahrhundert leben wir in Nepal? Wir Nepalesen
haben in ca. 10 Jahren nach so viel Muehe und Energie eine Verfassung
rausgebracht. Da wir in Nepal so viele ethnischen Gruppen haben, hat es uns so
eine Huerde gekostet, um uns an so vielen Punkten zu einigen.

Ist es wirklich ein Fluch in einer unterentwickelten Land
auf der Welt zu kommen? Wir waren immer ein unabhaengiges Land, auch wenn
Indien von den Briten besetzt war. Nur weil Indien gross und maechtig ist und
seine Wirtschaft stark ist, heisst es laengst nicht, dass er uns versucht
unterzudruecken.

Wir moechten unsere Verfassung selbst gestalten. Natuerlich
haben wir unsere Probleme. Und natuerlich kann Indien als ein guter Nachbarn
uns gerne gute Empfehlungen geben. Aber ob wir es implimentieren oder nicht,
ist doch unsere Entscheidung.

Natuerlich haben Madhesi- die Bevoelkerung aus dem flachen
Teil des Landes, eine seit Jahren existirernden kulturelle und familiaere
Beziehungen mit den Teilen des Nachbarlandes. Aber das heisst doch laengst
nicht, dass Indien in unsere intere

Angelegenheiten sich mischt. Wir moechten, dass Indien sich
als ein guter Nachbar haelt.

Ich verstehe es eben nicht: Indien erlaubt es nicht, dass
Benzin durch seine Grenze nach Nepal kommt. Durch das Erdbeben sind die Routen
mit China blockiert. Alles was wir brauchen muss aus der indischen Grenze
durchkommen. Wir haben seit Wochen keinen Zugang an Energie-resourcen. Da wir
ein Binnenland sind und von all drei Seiten noch von Indien umgebend sind, haben
wir keine andere Wahl als zu warten. Wir versuchen gerade alternativen zu
suchen. Anstatt motoriserenden Autos und Motorraeder fahren wir Fahrraeder. Ich
habe gestern an einem Protest teilgenommen, wo wir noch zusaetlich Menschen
versucht haben zu motivieren um Fahrraeder zu fahren. Alle Orten von dem
Kathmandu ist mit dem Fahrrad gut erreichbar.

Ich persoenlich denke, dass es auch eine grosse positive
Seite von diesen Sanktionen vorhanden ist, naehmlich: hierdurch werden wir
Nepalesen noch lernen mindestens bisschen selbststaendig zu werden.

Das ist die wichtigste Lehre dieser Zeit.

Fuer die Menschen hoffe ich, dass die Blockade bald
aufgehoben wird. Aber ich als normaler Nepalese moechte gerne, dass diese
Sanktionen nicht aufgehoben wird. Es wird uns noch die Moeglichkeit geben, aus
anderen Gruenden, selbststaendig zu werden.



Steuerberater

German Posted on Wed, September 30, 2015 06:28:17

Ich braeuchte in der letzen Zeit unbedingt einen
Steuerberater fuer die Wohltaetigkeitsorganisation, die wir gegruendet haben.
Ich habe alle meine Freunde und Bekannten zur Hilfe gerufen. Ein paar habe ich
noch persoenlich getroffen. Es gibt eine Gruppe von Menschen in Nepal, die
einfach alles als Quelle zum Geld verdienen benutzen wollen. Ich habe diese Art
von Menschen noch ganz offen gesagt, dass ich diese Arbeit als eine freiwillige
Arbeit machen und kein Interesse an Geld verdienen habe. Aber sobald diese
Gruppe von Menschen noch Ausland dazu hoeren, denken sie, dass das Geld an
Ueberfluss vorhanden ist und dass man damit ganz einfach sein Geldgier stillen
kann.

Aber anderseits, es gibt auch Menschen, die einem
unterstuetzen und die gleiche Sichtweise teilen. Eben habe ich ueber eine
Freundin einen Steuerberater kennengelernt, der uns noch mit minimaler Gage
noch helfen werde. Dieser Bericht ist um ein Dankeschoen an dieser Menschen zu
widmen.



Indrajatra

German Posted on Mon, September 28, 2015 18:29:13

Das größte Festival Nepals heißt Indrajatra. Indrajatra übersetzt heißt “Das Karneval des Regengottes”. Indra- der Regengott in dem hinduistischen Glauben ist gleichzeitig der König der Götter. Es herrscht eine Mythologie in dem hinduistischen Glauben, dass der Regengott ein Affaire mit der lebende Göttin Kumari hat.

Das Fest ist das populärsten in dem Kathmandutal. Gefeiert wird es hauptsächlich von den ethnischen Gruppen- “die Newaris”. Meine Meinung nach haben die Newaris die Traditionen der Hauptstadt noch zusammen gehalten.

Bevor ich mit 19 nach Deutschland kam, bin ich hauptsächlich in der Hauptstadt aufgewachsen. Aber mein Internatleben hat es mir nicht erlaubt diese Feierlichkeit hautnah zu erleben.

32 Jahre müsste ich noch warten um diese schöne Festlichkeit zu erleben. Ich hatte noch mehr Glück dazu, dass ich vor paar Tagen noch die Dame “Susmita Maskey” zufällig mal kennengelernt habe. Sie ist nähmlich Newari und lebt genau in der Gegend, wo dieses Festival anfängt. Es ist wie man beim Karneval der Kulturen in Berlin ist und eine gute Bekanntin in der Geinsenaustr. wohnt wolang das Kaneval durchzieht.

Sie ist selbst eine sehr interessante Persönlichkeit. Sie ist die erste und die einzige Nepalesin, die Everest drei Mal bestiegen ist und zusätzlich noch alle höchste Gipfel der allen sieben Kontinenten bestigen ist.

Ich dachte diese Menschen wären anders, aber je mehr ich sie kennenlerne, destro mehr denke ich, dass sie schlicht normal wie wir ist. Je mehr ich sie kennenlerne, destro mehr möchte ich sie kennenlernen.

Gestern habe ich noch eine sehr interessante Persönlichkeit kennengelernt- Binod Shahi. Dieser Mann ist ein Lehrer. Er hat in den oberen Dolpo bisher 2 Schule gegründet. Dolpo ist ein der Regionen in Nepal, die sehr schwer zugänglich ist. Er war mal vor vielen Jahren mit einer deutschen Projekt in Dolpo gewesen. Er hat sich in dem Ort so verliebt, dass er es nicht mehr wagen konnte, wegzugehen. Ich möchte gerne in Mai seine Schulen in Dolpo besuchen.

Das Karneval war laut, schrill, bunt und voller Menschen, wie es sehr üblich in dem Kathmandutal ist. Es gab viele einzelne Musikgruppen, die traditionelle Newari-musik noch gespielt haben. Der höchste Punkt des Karnevals war die Prozession von der lebende Göttin-“Kumari”.

Als ich die Kumari gesehen habe, dachte ich, was läuft momentan in dem Köpfchen dieses Mädchen? Wie fühlt man sich von dieser Masse von Menschen begehrt zu sein? Wie fühlt man sich als Göttin geehrt zu sein?

Abend hat mich noch Susmita mit nach Hause genommen. Dort haben wir noch Newari Köstlichkeiten bekommen. Einfach Wunderbar.



Dr. vet. Pranab Joshi

German Posted on Mon, September 28, 2015 18:20:27

Dieser Samstag hatten wir wieder einen Mountainbiketour
geplant gehabt. Ich habe dieses Mal noch die Jungs aus Bhaktapur gewinnen
koennen , die unsere Camps damals nach dem grossen Erdbeben noch unterstuetzt
hatten und uns noch geholfen hatten. Es waren drei Jungs-Rajaram, Pursottam und
Tejan.

Die Jungs kommen aus Bhaktapur und Bhaktapur ist ca. 13 km
von Kathmandu entfernt. Da diese 3 Jungs kein Fahrrad besassen, muesste ich die
noch den Abend davor mitnehmen um noch Fahrraeder mieten zu koennen. Auch
uebernachtet haben die Jungs bei meinen Eltern, in meinem Zimmer. Ich habe mich
sehr gefreut, weil ich die Jungs aus dem Newari Kultur was von unserem Sitten
zeigen konnte.

Den naechsten Morgen sind wir sehr frueh gestartet. Die
Jungs hatten bisher den beruehmten Pashupatinath Temple nicht gesehen. Deshalb
habe ich die noch beraten vorher es zu machen. In der Zwischenzeit habe ich
noch das blinde Maedchen besucht und mit ihr und ihrem Bruder noch einen Tee
getrunken.

Um ca, 7.30 schloss uns noch Abbu, meine Cousine und ihrem
Freund Sanjog an. Zu sechst haben wir dann unsere ungewisse Reise begonnen.

Geplant hatte ich Kathamndu, Bhaktapur, Banepa, Dhulikhel
und Paanchkhal. Aber natuerlich waren wir alle sehr offen fuer was Neues.

Wir sind zuerst bis Banepa ueber Bhaktapur geradelt. Es
waren insgesamt ganz einfachen Trail. besser gesagt ganz flaches ausser ein
paar Ausnahmen. Von Banepa sind wir dann nach
Panauti, ca. 15 km dann ganz flach geradelt.

Panauti ist eine schoene alte Newari-stadt, die noch von dem
Erdbeben gut geschoent war. Wir machten eine schoene Pause an dem Fluss und
haben mit dem Einheimischen noch eingemischt und noch gechattet.

Es war Rajaram`s Idee den Weg nach Panauti und Ghatte-danda
aufzuschlagen und nicht nach Paanchkhal,.
Er kennt sich noch besser in dieser Umgebung aus. Deshalb haben wir seinen Rat
einfach gefolgt.

Es war naehmlich keinen einfachen Weg. Zuerst fing es ganz
gut mit Asphaltweg. Danach wurden die Wege immer steiler und immer unzugaenglicher.
Aber dafuer waren wir ja noch Offroad/Mountainbiking hier und heute gesammelt
gewesen.

Das letzte Stueck war einfach hammer steil und so schwer zu
radeln, weil es teilweise durch Erdrutsche und Monsun der Weg noch nicht
richtig befahrbar war.

Als wir noch den Gipfel erreicht hatten, waren wir die alle
gluecklichste Menschen der Welt.

Der Weg bergab war super einfach und wir erreichten das Tal
in ca. 30 Minuten.

Auf dem Rueckweg hat meine Cousine zu einer kleinen
vetenaere Praxis/Klinik mitgenommen und
wir haben einen wunderbaren vetenaeren Arzt kennengelernt. Dr, vet. Pranab
Joshi heisst er. Er hilft die Hunde aus der Strassen Kathmandus. Er macht
diesen Job ehrenamtlich seit 15 Jahren. Erstaunlich war es, dass dieser Arzt
nach dem Studium keine praktische Erfahrungen besass, als er noch diesen
ehrenamtlichen Job angefangen hatte. Er hat sich vieles selbst beigebracht.
Heute bilder er noch junge Aerzte aus. Er arbeitet auch mit den auslaendischen
Aerzten zusammen. Heute haben wir ihn nur aus purem Zufall kennengelernt. Es
gab einen Strassenhund, den wir in Bhaktapur getroffen hatten und der noch
verletzt war. Meine Cousine hat darauf diesen Arzt angerufen und um Hilfe
gebeten. Diese brachte uns noch zu dem bekannten und wunderbaren Mensch naeher.
Ich werde versuchen noch diese Person zu unterstuetzen und seine Arbeit bekannt
zu machen.



Karmanya

German Posted on Tue, September 22, 2015 12:11:12

Am Samstag hatte ich noch die Gelegenheit an einem
Wohltaetigkeitsabend teilzunehmen. Es war ein Abend um Gelder zu sammeln,
gelder fuer ein Waisenhaus und ein krebskranke junger Mensch. Die
Wohltaetigkeitsgruppe heisst Karmanya und ist von den jungen Leute gegruendet
und mitorganisiert.

Ich hatte keine Ahnung was auf mich an dem Abend noch
erwartet. Ich habe zuerst noch das Ticket fuer 15 Euro wohl gekauft, mit dem
Gedanken, dass ich diese Menschen einfach unterstuetze und werde sicherlich
sehr viele Erfahrungen mitnehmen.

Es war genauso wie ich es erwartet habe.

Ich habe paar neue Ideen bekommen. Bewundernswert war wie,
diese junge Menschen die aermeren Mitmenschen geholfen haben.

Diese Organisation wurde auch genau nachdem groessen
Erdbeben noch gegruendet. Bisher haben die noch hauptsaetzlich Kinder
unterstuetzt.

Der Erloes diesen Abend geht an einem Waisenhaus in
Baneshwor, Kathmandu und einen krebskranken Jungen.

Man konnte sehr gut spueren, dass dieser Abend mit Liebe,
Lust und viel Engaggement noch versanstaltet wurde. Ich war seht erstaunt, dass
diese junge Menschen so viel neue Ideen hatten und es so einfach umgesetzt
hatten.

Ich werde in der Zukunft versuchen mit dieser Organisation
noch in Kontakt zu bleiben und zu helfen.



Manita Pandey Tamang

German Posted on Tue, September 22, 2015 09:07:12

Jeden Morgen laufe ich nach Pashupatinath, den heiligsten
Ort in der Hauptstadt, nicht den Tempel und die Gottheit zu ehren, sondern das
Atmosphaere zieht mich dahin. Dort bekomme ich alle Wahrheit des Lebens zu
spueren.

Ich sehe dort jeden Tag ein junges Maedchen, das blind ist.
Jeden Tag gebe ich ihr bisschen Geld, damit sie was zum Essen kaufen kann.

Heute habe ich mich zu ihr hingesetzt und die Geschichte ihr
Lebens angehoert.

Manita Pandey Tamang heisst das Maedchen, ist gerade noch 20
Jahre alt. Sie hat bisher in der Stadtteil Kathmandu namens Dillibazar in einem
Haus als helferin gearbeitet, was in meinem Land sehr ueblich ist.

Vor einem Jahr hat es damit begonnen, dass sie noch das
Licht ihre Augen langsam verlor. Zuerst das linke und dann das rechte. Jetzt
ist sie komplett blind.

Sie ist verheiratet und ihr Mann arbeitet als ein Helfer
eines Busfahrers. Der Verdienst der Familie ist nicht so gross. Deshalb ist sie
jeden Tag in dem Tempel, um zu betteln.

Man hat ihr noch sehr viel geholfen. Sie kam in der besten
Augenklinik des Landes namens Tilganga eye hospital. Aber ihr Licht im Leben
konnte nicht gerettet werden.

Ich fragte: “Moechtest du nicht arbeiten eher als du
bettelst?” Darauf antwortet sie, dass sie es mehr mals versucht hatte, aber
vergebens. Jede Behoerde fragt nach ihren Ausweis und diesen hat sie noch
nicht. Es ist allgemein hier in Nepal so eine Korruption und Buerokratie, dass
es ziehmlich schwer und nervig ist, die aemtliche Sachen fuer arme Menschen zu
bewaeltigen.

Wir hatten ein schoenes Gespraech. Irrgendwann hat sie
erzaehlt, dass sie es gerne mag, Madal- ein nepalesischer Trommel zu spielen.

Ich moechte ihr ein Madal schenken. Ich habe diesen Wunsch
an meinem Facebook gepostet und prompt habe ich viele helfende Haende.

In paar Tagen werde ich vor ihr mit dem Madal auftauchen und
hoffe, dass sie damit ein bisschen Glueck in ihrem Leben empfinden kann.

In dem Gespraech konnte ich merken, dass dieses Maedchen
wirklich sehr tapfer ist. Wie einfach hat sie diesen schwierigen und traurigen
Unfall ihres Lebens bearbeitet. Einfach klasse und hut ab.

Ich habe wieder sehr viel mut und Lehre von ihr gelernt. Ich
danke ihr dafuer.



Deepak Rokka

German Posted on Tue, September 22, 2015 08:25:26

Seitdem ich in Nepal bin, fahre ich noch mehr Fahrrad. Ich
habe mir ein Mountainbike noch geholt und mache jeden Samstag noch eine
Tagesfahrt rund um Kathmandu.

Dieser Samstag habe ich eine Route Nordost der Hauptstadt
geplant. In der Umgebung von Kapan.

Gestartet sind wir zu dritt. Meine Cousine-Abbu, ihr
Freund-Sanjog und ich. Getroffen haben wir uns am Mitrapark.

Samstag ist das Verkehr der Hauptstadt etwa mild, aber immer
noch sehr stark und schwer im Vergleich zu Deutschland. Ich nenne Kathmandu als
die chaotische Hauptstadt. Aber ich liebe dieses chaos- es ist ein Teil von
mir, ein grosser Teil.

Wir sind den beruehmten Boudhanath Stupa in Boudha vorbei.
Dann nach Jorpati begann die gruene Umgebung.

Am Thali sind wir aus der Haupstrasse abgebogen. Ueber
Gokarna-Bhadrabas-Alatol-Gagulbesi-Kumarchowk-Kapan-Uttardhoka-Thali-Boudha-Chahabil.

Je mehr man aus dem Verkehr raus kommt, destro gruener wird
es. Auch die Menschen sind noch froehlicher und happy.

Zuerst sind wir noch auf einem Aspahltweg gefahren. Irrgendwann
sind wir dann abgebogen und kamen auf dem Offroad.

Nach einer Teepause sind ging die Strasse bergauf. Zuerst
haben wir es noch langsam geschafft. Aber irrgendwann war das Pfad so steil,
dass wir keine andere Moeglichkeit hatten noch auf dem Fahrrad zu fahren. Es
gab auch Momente, Abkuerzungen, wo wir das Fahrrad noch tragen muessten.

Sobald man eine Abzweigung bergauf sah, sind wir
selbstverstaentlich abgebogen. Wir waren so fertig, dass der Koerper nur bergab
wollte.

Zufaellig haben wir bei so einer Abzweigung eine Familie getroffen.
Ich glaube an Zufaelle. In dieser Familie haben die Enkelin und die Grossmutter
durch Erdbeben ihr Leben verloren. Deepak Rokka ist der Vater und ist gerade 39
Jahre alt. Neben ihm stand noch sein 7 jaehriger Sohn. Unser Gespraech fing,
als ich den Sohn noch gefragt habe, wo er zur Schule geht? Darauf antwortet der
Vater, dass seit dem Erdbeben er nicht meht zur Schule geht. Bei dem Erdbeben
hat er seine Schwester verloren, die gerade mal 12 war.

Der Papa erzaehlt weiter, dass seine 12 jaehrige Tochter
sehr schlau war und ginge in der siebten Klasse in der Schule. An dem Tag des
Erdbebens, hat sie allen gerufen, dass die weg rennen sollte und am Ende hat
sie es selbe nicht geschafft. Der Vater erzaehlt, mit seinen Augen voller
Traenen, weiter: “Wenn ich die Bilder von meiner Tochter sehe, denke ich, dass
sie bald noch kommt und Papa ruft.” Diese Saetze bringen Traenen auch in meinen
Augen. Dann zeigt er mir das Zimmer aus dem Alublech, das nach dem Erdbeben als
ein Uebergangshaus funktioniert. Dort steht ein Bett und paar Kartons und in
den Kartons paar Kleider. In der Ecke ist ein Bilderrahmen der Tochter mit
einem Blumenkette noch beschmuckt. Dieser Rahmen ist von der Schule noch als
Andenken geschenkt worden.

Dann bringt er uns eine Terrase hoeher, um den noch den Rest
von dem Haus was uebrig ist, zu zeigen.

Der Staat hat gerade mal 100 Euro als Entschaedigung gegeben.
Das hat nicht mal fuer den Notunterkunft mit Alu-Blech gereicht. Wie soll er
und seine Familie noch das Haus bauen?

Ich moechte der Familie gerne helfen. Aber ich weis es
nicht, wie ich es tun sollte? Ich habe begrenzte Moeglichkeiten. Ich kann auch
nicht jeden helfen. Aber ich kann es schreiben. Ich kann das Schreiben in der
Welt tragen, um Hilfe rufen. Ich habe e simmer gehoert, dass die Macht des
Schreibens ist groesser als je eine Macht.

Es waere schoen, wenn man diese Familie eine Zuhause
schaffen kann.



Nepal’s Verfassung 2072

German Posted on Sun, September 20, 2015 16:12:56

Heute ist ein sehr wichtiger Tag fuer uns Nepalesen. Heute
wurde gerade die neue nepalesische Verfassung durchgesetzt. Fuer diesen Tag
musste das Land ca. 100 Jahre warten. Endlich heisst das Land ein
Bundesrepublik Nepal.

Wir hoffen, dass diese neue Verfassung unser schoenes Land
einen neuen Weg zur Frieden und Erfolg schafft.

Auch die Nepalesen in den Sueden, die jetzt nicht so froh
und zufrieden sind, sollen sich in der kommenden Zukunft noch angesprochen und
zusammen fuehlen. Nur gemeinsam sind wir stark.

Nepal ist genauso ein Land der Bergen wie das flache Land.
Zu Nepalesen gehoeren die dunkelhaeutige aus dem Sueden sowie die hellhaeutigen
wie in den Bergen. Nur Zusammen sind wir ein gemeinsames Volk und nur gemeinsam
sind wir stark.

Moege die Gottheit Pashupatinath uns noch die Staerke und Frieden
bescheren.



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